Marburg und Kassel

Marburg und Kassel

Unsere Tage in Kassel und Marburg verschwimmen miteinander in meinen Erinnerungen wie ein Traum. Zu der Zeit war ich besorgt über die Planung und das Sehen von so viel wie möglich. Ich wollte jede Kirche und Schloss und Museum und Denkmal zu besuchen, und ich dachte, dass wir jede Minute des Tages unterwegs sein sollten.

Meine Benutzung der deutschen Sprache wurde plötzlich von entscheidener Bedeutung. Kodie brauchte meine Hilfe, um WCs zu finden und Essen im Restaurant oder Lebensmittelladen zu kaufen. Es war stressig aber auch spannend und traumhaft. Ich war so besorgt, dass ich nie uns auszuruhen wollte. Wir waren immer draußen, und wir erkundeten ständig. Ich blicke jetzt auf unsere Zeit in diesen Städten zurück, und ich denke, wenn wir vielleicht langsamer gegangen wären, wäre ich weniger gestresst gewesen.

Vielleicht war ich ein bisschen überwältigt, aber meine Methode der Erkundung war in mancher Hinsicht positiv, hilfreich, und für mein Lernen vorteilhaft. Mein Deutsch begann sofort zu verbessern, und in meinem Kopf plante ich ständig, was ich als Nächstes sagen konnte…für alle Fälle. Als jemand, wer unglaublich scheu ist und oft unfähig, mit Fremden zu sprechen, war dies Fortschreiten für mich eine große Sache. Zum Beispiel, wenn ich die Frau in einer Konditorei über ihren Lieblingskuchen fragte, war das für mich wie die Ersteigung eines großen Berges.

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Insgesamt erkundeten wir die Städten für zwei Wochen, und in diesen zwei Wochen  feierten wir Weihnachten, Silvester, Neujahr, und meinen Geburtstag. Weil ich nie so weit von meiner Heimat während der Ferien gewesen bin, fühlte ich mich ein bisschen seltsam und einsam. Um das Heimweh zu bekämpfen, brachten wir einige unserer eigenen Traditionen mit uns nach Deutschland, und wir mischten diese vertrauten Traditionen mit unseren neuen deutschen Traditionen.

Wir waren für die Woche vor Weihnachten in Kassel, und wir erkundeten den magischen Märchenweihnachtsmarkt und die festliche und wunderschön dekorierte Stadt. Es gab eine Auslage mit animatronischen Steiff Bären und anderen Plüschtieren, die sich über einen ganzen Häuserblock erstreckte. Die Steiff Bären schmückten Weihnachtsbäume, rodelten auf kleinen weißen Schneehügel, und backten traditionelle deutsche Weihnachtsplätzchen, wie Lebkuchenherzen. Kodie und ich verbrachten Heiligabend im Stadtzentrum von Kassel, und wir saßen unter dem Vollmond am alten Kirchturm der Lutherkirche.

Am ersten Weihnachtsfeiertag aßen wir Orangen und Lebkuchen, und ich trank eine warme Tasse Glühwein, als wir Weihnachtsfilme aus unserer Kindheit sahen. Für Silvester kauften wir Glücksschweine und versuchten Bleigießen, die eine spielerische deutsche Wahrsagerei-Tradition ist. Um Mitternacht am 1. Januar standen wir in der Altstadt von Marburg, und wir sahen das Feuerwerk. Als wir das Neujahr begrüßten, wurde der schöne Landgrafenschloss an der Spitze des Hügels in der Altstadt wurde mit rosa Licht beleuchtet. Sie ist eine Nacht, die ich nie vergessen werde.

Ich habe viel Glück, dass wir diese Feiertage in Deutschland verbracht haben, weil ich so viel über die Kultur gelernt habe. Mein Leben fühlt jetzt so sehr angereichert. Ich brachte neue Traditionen zurück mit mir nach den USA, dass ich mit meinen eigenen Kindern eines Tages teilen kann. Ich würde mit ganzem Herzen eine Reise nach Deutschland während des Winters empfehlen. Obwohl das Wetter grau, regnerisch, und kalt war, war Deutschland lebendig und einladend zu dieser Zeit des Jahres, und ich glaube, dass meine Erfahrung sehr authentisch und unvergesslich aus diesem Grund war.

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Im Gegensatz

Im Gegensatz

Es fühlt ein bisschen seltsam, über London zu schreiben, während einer Reise nach Deutschland, aber ich denke, dass der Kontrast zwischen Deutschland und Großbritannien eine wichtige lernende Erfahrung über Deutschland sich selbst bietet. Bevor wir nach London gekommen sind, dachte ich, dass die englische Sprache eine Entlastung wäre. Das Leben in einem neuen Land mit einer anderen Sprache und ein Freund, der kein Deutsch spricht, ist stressig. Selbst wann wir nur auf dem Bauernhof waren, musste ich die englische Sprache zwischen den zwei Frauen (unseren Hosts) und Kodie “übersetzen”.

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“Sie meint difficult, nicht heavy as in weight, Kodie…” als er sah total verwirrt aus. “Das Wort schwer auf Deutsch kann als beide übersetzen”, oder “nein Kodie, du müsst kein Heu in deine pocket stecken, sie meint bag, und das Wort Tasche kann als beide übersetzen”. Ich musste auch die andere Richtung übersetzen. Oft sagte Kodie ein langer Satz, und beide Frauen saßen mit ihren Mündern geoeffnet und ein verwirrtes Aussehen auf ihren Gesichtern. Dann musste ich das Satz auf Deutsch sagen oder in einer total verschiedenen Weise, um die Bedeutung klar zu machen. Es war oft lustig, aber es war auch stressig und ermüdend. Vielleicht weiß ich jetzt, ohne Zweifel, dass ich nicht eine Dolmetscherin sein will. Eine Übersetzerin ist für mich viel besser! Wörter und Papier sind sicherlich meine Stärke.

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Trotzdem, zurück nach London…was habe ich während meiner Reise nach London gelernt? Wie könnte ich möglicherweise etwas über Deutschland in Großbritannien lernen? Ich werde erklären. Vor meine Reise nach Europa dachte ich, dass (mindestens) Westeuropa eine zusammenhängendere Einheit war. Ich dachte, dass natürliche Lebensmittel, Umweltschutz, Abfallreduzierung, und andere Dinge ähnlicher in ganz Westeuropa waren. Die Länder sind so geografisch nahe beieinander…und aus einem Grund, dachte ich, dass sie ähnlicher in Umweltmethoden und Ideen waren. In Wirklichkeit war meine Gedanken Falsch mit großgeschriebenen “F”. So viel wie habe ich London geliebt – die Aufregung der hektischen Stadt, hellen Leuchten, jeden Laden und Restaurant, die ich vorgestellt haben könnte – begann ich die deutsche Lebensart immer mehr zu vermissen. In Deutschland war das Leben leichter und weniger materialistisch. Die Menschen schienen tatsächlich zu kaufen, nur was sie brauchten. Die Läden waren um einer vernünftigen Zeit geschlossen, und diese Tatsache, die mich wirklich am Anfang störte, wurde etwas, die ich jetzt schätze.

In London scheint es, dass jedes Stück der Erde für Infrastruktur und Touristenattraktionen verwendet ist, obwohl selbst die großen Städte in Deutschland haben große öffentliche Grünfläche und Bäume. Recycling und Abfallreduzierung scheinen in Deutschland normal und erwartet. Auf dem Bauernhof hatten wir einen Abfalleimer mit zwei separaten Seiten – eine für Müll und eine für Kompost, aber hier in London ist es mehr wie die USA. Menschen können mit ihrem Müll tun, was auch immer sie wollen. Recyceln Sie nur wenn sie wollen! 😦 Ich realisierte auch, dass das Pfand nicht in Großbritannien existiert, und ich war tief enttäuscht, weil es eine brilliante Idee war.

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Industriell verarbeitetes Lebensmittel und vorgefertigtes Essen existieren in Deutschland, aber die Preise sind höher und es gibt weniger Erhältlichkeit als in Großbritannien und den USA. Vielleicht scheint diese Tatsache nicht so wichtig, aber es kleine Veränderungen wie diese, die die Bevölkerung gesünder zu essen ermutigen. In den USA ist es teurer gesund zu essen, deshalb müssen der Teil der Bevölkerung in Armut oft schlecht essen. Die Erhältlichkeit und Kosten von frischen Obst und Gemüse und Brot waren in Deutschland total anders, als was ich gewohnt bin. In den USA bezahle ich oft mehr, gesund oder vegetarisch zu essen, hingegen war mein Essen in Deutschland immer billiger.

Ich realisierte nie, wie anders alles war, bevor ich Deutschland verließ, und ich versäumte wirklich das Land.

In London könnte mein Abend aus Läden, Touristenattraktionen, Restaurants, und Cafés bestehen, und in Deutschland hatte mein Abend öfter eine Buchhandlung und ein Spaziergang um den alten Kirchen und Burgen der Stadt. Es war leichter und fühlte “realer” und authentischer, wie ein Spaziergang durch Geschichte.

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Das bedeutet nicht, dass ich nicht London mochte. Es war völlig wunderschön, und es ist eine Stadt, die ich immer zu besuchen wollte. Ich will nur hervorheben, dass manchmal weniger wirklich mehr ist. Manchmal braucht man nicht die hellen Leuchten und die glänzenden Dinge, um glücklich zu sein. Schönheit ist oft in einfachsten Stellen versteckt.

Bis nächstes Mal,

Meghan

 

Inspiration im Schlamm

Inspiration im Schlamm

Gedanken über “Tomographie” von Kerstin Hensel

Als ich mein erstes Lesetagebuch schreibe, habe ich einen Blick auf dem Fenster, das jetzt total schwarz ist. In einer Stunde wird die Sonne zurückkommen, und werde ich meine Morgenroutine wieder beginnen. Der Wind hier in Deutschland wird kalt und feucht sein, und vielleicht wird er kleine Eiszapfen in meiner Haare machen…aber jetzt bin ich hier, in meiner kleinen Küche mit einer Tasse Kaffee und die Ruhe des Morgens. Jeder Tag finde ich mich hier, Gedichte in meinen Händen. Die Morgenstunden sind die einzige Zeit, die ich allein sein kann, und sie haben schnell meine Lieblingszeit des Tages werden. Bis zehn Uhr werde ich die viele Tiere gefüttert haben und werde ich im Schlamm und Schlick des Korrals stehen. Hier gibt es mein anderer Lieblingsort für Denken und Besinnung.

Im Schlamm und Schlick gibt es nichts das Fließen der Gedanken zu stören. Die Tiere stehen und sehen uns mit Neugier, und das einzige Geräusch ist die Harke gegen die gefrorene Erde. Gedichte sind von Momenten wie diese geboren. Heute werde ich mich die Poesie von Kerstin Hensel überlegen. Seit ich zum ersten Mal “Tomographie” gelesen habe, habe ich ein seltsames aber bekanntes Gefühl gehabt. Versteckt in den Linien sehe ich ein flüchtiger Blick der Geisteskrankheit, das unsichtbare Kreuz, die so viele Menschen auf ihren Rücken tragen. Die Frau im Gedicht scheint mit dem Anfang von der Alzheimerkrankheit oder Demenz zu behandeln, einige Art von Geistesstörung mit dem hohen Alter verbunden. “[Mein] Schädel” sagt sie, “in Scheiben geschnitten”. Hier spricht sie von dem Arzt und die Weise, die er ihren Geist symbolisch zerlegt, schürfen nach dem Grund für die Veränderungen in ihr. Jedoch sieht er nichts, und meiner Meinung nach ist das erinnert an den “unsichtbaren” Teil von Geisteskrankheit. Vielleicht hier spricht sie von der Tatsache, dass sie keine Erwerbsunfähigkeit, chronische Erkrankung, oder plötzliche Krankheit. Sie leidet unter etwas, das sehr echt ist, aber auch etwas, das nicht gesehen oder total verstanden wird. Hensel spricht von dem Scham und dem Leid, die von unsichtbaren Krankheiten kommen.

Hensel geht weiter, und sie spricht über die “Verkalkungen altersbedingt”, um ihr Alter klar zu machen. Als ich ein Kind war, hatten beide meine Urgroßmutter und später mein Großvater unter der Alzheimerkrankheit für viele Jahre gelitten. Für mich war es herzzerreißend, die Veränderungen zu sehen, als sie ganz andere Menschen langsam wurden. Bis zum Ende hatten die Dinge, die ich über sie wusste, total verändert. Endlich wurden sie mit nur Schatten ihrer früheren Persönlichkeiten gelassen, und es war sehr schwer zuzuschauen…ich kann nur imaginieren, wie es für sie fühlen muss. Wie fühlt es, wenn ihr ganzes Gehirn verändert? Vielleicht ist der schlechteste Teil von Alzheimerkrankheit die schrittweise Natur. Am Anfang ist die Person in voller Kenntnis seiner oder ihrer eigenen Mängel, Verwechslung, und Probleme. Die Verlegenheit, Scham, und Schuld, die sie fühlen, scheinen schwierig zu tragen, aber die Krankheit ist noch unsichtbar, und sie haben oft das Gefühl, dass sie das Gewicht der Last total allein tragen müssen.

“Die sturen Schmerzen kommen sagt der Arzt”, weil er realisiert, was in der Zukunft dieser Person kommt. Er hat wahrscheinlich diese Krankheit Hunderttausende von Malen gesehen, und er weiß, dass es nichts gibt, was er tun kann, die Krankheit zu verlangsamen oder sie zu heilen. “Bereiten sich vor”, sagt er grundsätzlich. Mit einer lebensbedrohlichen Krankheit wissen Menschen oft, wann sie ihre Angelegenheiten ordnen müssen und wann sie sich auf die Ende ihrer Leben vorbereiten sollen, aber mit Alzheimerkrankheit, wird man davon beraubt. Teile des Geistes sind weit vor dem Körper gestorben, aber man lebt noch. Es ist oft eine sehr traurige Existenz.

Mein Großvater sammelte Uhren und Schlüssel sein ganzes Leben. Es gab (und noch gibt) fünfzig Uhren im Wohnzimmer allein, und er hatte alte Kübel von Schlüssel aus dem letzten Jahrhundert im ganzen Haus verstreut. Ich liebte immer, mit einer Kübel zu sitzen und jeder Schlüssel einzeln zu halten, und ich befragte meinen Großvater  nach der Herkunft von jedem Schlüssel. Sie waren immer speziell und wichtig für ihn, deshalb waren sie auch speziell und wichtig für mich. Ich erinnere mich an einem spezifischen Tag, wann mein Großvater in frühen Stufen von Alzheimerkrankheit waren, bevor es schlecht war. Er sah mich an und lächelte, und er erzählte mir, den Kübel von Schlüssel in meinen Armen zu halten. “Sie gehören zu dir jetzt”, hatte er gesagt. Wenn ich schaue jetzt zurück, weiß ich, dass er gewollt hatte, seine Angelegenheiten in Ordnung. Er wusste, was mit ihm passieren wird, und er wollte nur bereit zu sein. Er gab seine Schlüssel zu mir, als es noch möglich war.

Die Erinnerungen, die dieses Gedicht für mich zurück bringt, sind beide glücklich und traurig, und auch sehr vertraut, und ich kann die Traurigkeit der Autorin fühlen. Vielleicht habe ich total unrecht über die Bedeutung dieses Gedichtes, aber ich denke, dass das ist, was ich am meisten an Poesie liebe. Der Leser ist frei zu deuten und seine eigenen Erinnerungen und Ideen zu schaffen oder benutzen.

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Tomographie

von  Kerstin Hensel (b. 1961)

Das Bild meines Schädels

In Scheiben geschnitten

Zeigt Nichts

Als kleine Verkalkungen altersbedingt

Die sturen Schmerzen kommen sagt der Arzt

Vom Großen und Ganzen Ihre Angst ist

Unbegründet.

From the Road

From the Road

I think an English-language post for my family is well overdue. I know there is only so much that you can procure from Google Translate.

The last six weeks have flown by at a speed that I cannot begin to understand. It always happens like that when I travel. I feel like the days barely crawl by, then suddenly I am standing at the edge of a month, wondering what happened. Where did the time go? Story of my life…I have never been good at telling time. I think that might be the feeling that I am addicted to, truly, that wibbly-wobbly strange feeling of twilight and calm before a storm that I always feel while travelling – that feeling that something could go wrong at any moment and probably will. Are you wondering how that could be a positive thing? I am sure you will understand that feeling if you have ever travelled haphazardly before. There is an excitement and curiosity that is unmatchable. I will share the link of the song I am listening to as I type. It encompasses that feeling very well, to me at least. Radiohead – Bloom Maybe it will help you feel what I feel.

My mother thinks that I should keep a blog titled “Travelling for the Timid Soul”, and she is right in realizing how completely different it is to travel as an extremely shy and anxious person. The experience itself teeters on the edge between dream and nightmare. Your body tells you in every way that it can to “STOP, IT ISN’T SAFE”, but if you ignore it and step outside the tiny box of your comfort zone, the feeling is enough to send your head spinning and your heart thumping out of your chest. In the cities, I challenge myself to order food in German, to ask the opinions of the people in the shops. As I do, my heart beats so hard that my voice often catches in my throat. From their concerned faces, I can tell that they are wondering if I am crying or upset. I smile and try to look as normal as possible, and the concerned look passes. I have no control over the sensation, strange as it is, so I power through; I ask anyway. I do my best to conquer my fears. I wonder how many people must conquer a thousand fears every single day. Sometimes everything becomes too much, and I retreat back into my shell, gloss over my eyes, meditate in the middle of the street, trying to make my racing heart be still, but it gets better with practice…though my travelling companion might not agree.

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Maybe you are wondering what it is like here, so I will do my best to explain. Here on the Hainerhof, the days blur together. I wake up early every morning, between 6 and 7 o’clock. I walk to the kitchen and bathroom that are upstairs, one building over, and there I make my coffee and enjoy my (only) quiet alone time. At 8 o’clock, we feed the chickens and ducks and let the ducks out to play in the yard. We then feed the 15 rabbits and guinea pigs – one armful of hay and enough chopped up carrots to fill the lid of a bucket. Next we feed the 3 goats and the 3 mini-sheep, who always seem very excited to see us. The 11 horses are next – 2 mini, 7 medium, and 2 very big. Morning and afternoon we feed them 3 bags of hay or roll hay bales to the 2 separate feeding areas in the corrals…which is not an easy task, I might add.

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After feeding, it is time for the first muck-out…this usually takes us a little under two hours, more if there is snow and ice and less if it is dry. After muck-out we work “around the farm”, which includes, but it not limited to – working in the broken natural sewage system (yeah…), painting, installing doors, fixing fences or feed nets, and anything else that may happen to require attention. Kodie does this from 10:30-12:30. I do this from 10:30-11:30, and at 11:30, it is my job to cook lunch for the 4 of us – me, Andrea, Anke, and Kodie.

Cooking for 4 people, 2 of which are total strangers, in a foreign country is a terrifying experience. The food, the oven, the measurements, the language – everything is different, and it takes some major adjusting time. One of my hosts is very grateful. She smiles and says thank you after every meal. The other host is a little trickier. Originally she told me to cook whatever I would usually cook at home, so I began to do just that…to the best of my ability with the few ingredients at hand, but as I am cooking she always seems to appear behind my shoulder and let out a disappointed sigh. Following the sigh, there is always something wrong. “Oh, are you using those potatoes?” “Oh, if you cook in that pan, you don’t need butter.” “What are mashed potatoes? Like the things that babies eat?” “I don’t like mushroom.” It is disheartening after a while. My throat always tightens when I hear her walk into the kitchen behind me.

After lunch we are responsible for cleaning up the kitchen and dining room, as well as sweeping our hosts’ entire house. If the garbage is full, we must empty it, and the wood baskets in the hallway must be filled up morning and night. The fire must remain stoked all day, and the old dog, Bonsai, should be walked when Anke and Andrea are busy. Oddly, all of these chores were added on to our original work plan and do not seem to count towards our hours. In the evening, we work for another 1.5 hours – mucking-out for a second time, feeding all of the animals again, and checking water supply, and I am to unload the dishwasher and fill it with their dirty dishes from the day. After these tasks, we have thirty minutes left to do another task that they assign us. This would be fine, but the task is usually something that require much more time, and our evening usually runs at least 30 minutes late. The farm is beautiful, and I will never ever forget the animals I get to care for every day, but the feeling of being taken advantage of begins to poison the experience very quickly.

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One day, while I was scooping horse poop and hay in the corral, I had a great idea for my senior project, the final project of my college career. I had gotten the OK from my professor to do a creative writing assignment with historical connections, as opposed to a formal research paper, so my mind had been filled with ideas of all sorts. This particular idea made me very happy…historical fiction from the perspective of a young girl growing up in the GDR. Reminiscent, perhaps, of the original American Girl dolls and their accompanying books, but with stronger historical implications and intertwining story-lines. My hosts here at Hainerhof are two women – Anke and Andrea.

Anke grew up in the GDR and Andrea in West Germany…the differences in their personalities are incredible, and knowing the history of the regions, I believe it has everything to do with their upbringings. I know very little about these two women, only their names, that they have the same birthday, drove the same car upon meeting, and the fact that they run a horse farm together (specializing in therapy for special needs children). My plan is to loosely base my characters on the lives of these women and intertwine their lives, using their stories and fictional perspectives to show the stark contrast between East and West German life. The characters will reach my age (about 25) by reunification and meet very soon thereafter. My project is to be at least 12 pages with a 20 minute presentation and strong visual aid. I am excited to see where it goes from here, though nervous about the idea of beginning a fictional novel in another language.

As my post is now more than 1,000 words, I think it is time for me to bring it to an end.

Liebe Grüße aus Deutschland und Hainerhof,

Meghan

Die ersten fünf Tage

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Mein Kopf fühlt sich noch seltsam und unordentlich vom Flug. Ich bin nie so weit geflogen, und Jetlag ist heute eine Wirklichkeit für mich. Ich denke, dass ich die Auswirkungen vom Jetlag unterschätzt hatte, weil ich noch nie aus den USA gereist bin. Bisher habe ich keinen Appetit gehabt, und ich bin noch sehr dehydriert. Ich habe mindestens drei Stunden während der letzten zwei Tage geschlafen und etwa acht oder neun Stunden pro Nacht, aber ich bin immer noch müde. Kodie fühlt sich der Gleiche…erschöpft.

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Der erste Tag sind Kodie und ich von Düsseldorf nach Geseke mit dem Zug gereist. Ich war so nervös, dass ich mich kaum die Reise erinnern. Der ganze Tag fühlt jetzt wie ein Traum. An diesem Tag sprach ich Deutsch mit vier oder fünf fremden Leuten, und es war gleichzeitig spannend und erschreckend. Ich war so stolz auf mich. Kodie schien total überrascht, weil er nie mein Deutsch gehört hat. Ehrlich war ich auch ein bisschen überascht. Später versuchte ich für Kodie das Gefühl (von einer Fremdsprache sprechen) zu erklären. Für mich, weil ich keine deutschen Verwandten oder Freunden habe, war es ein sehr seltsames Gefühl. Ich habe oft mit Professoren und Klassenkameraden in einer pädagogischen Situation geredet, aber im wirklichen Leben fühlt es total anders. Es fühlte fast wie ich in “gibberish” redete…nur hoffen, dass jemand mich verstehen könnte. Fast wie jemand anderes hat mit meinem Mund geredet. Ich realisierte dann, genau wie klein meine Kenntnis von der Sprache war. Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich denke, dass diese Realisierung ziemlich normal für Studenten im Ausland ist. Mindestens hoffe ich. 🙂

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Wir sind in Geseke um 14.00 Uhr angekommen, und wir haben Marco von einer Telefonzelle in der nähe von dem Bahnhof gerufen. Er sagte, “Nur fünf Minuten, bitte!” und holte uns genau fünf Minuten später am Bahnhof.

Heute abend sind Kodie und ich mit unserer Gastfamilie (Marco und seiner Freundin, Christina) nach Paderborn gefahren. Dort haben wir unseren ersten Weihnachtsmarkt gesehen! Er war so wunderschön. Die Leuchten glitzerten und die Glühwein und die gebrannte Mandeln dufteten süßlich. Es war ganz überfüllt, und die Menschen lächelten und lachten, als sie durch den Markt spazierten. Die Atmosphäre war neu und unterschiedlich für uns. Es war ähnlich wie Heimat aber auch total anders…in einem positives Weg. Der Duft von Lakritze und Bratwurst war stark, und ich weiß jetzt, dass ich nie der Abend vergessen werde.

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Marco und Christina hatte ein Theaterstück zu besuchen, deshalb sind Kodie und ich durch den Weihnachtsmarkt gelaufen, als sie in der Theater waren. Christina arbeitete früher für das Theater (aber sie ist jetzt eine Hutmacherin!), deshalb kannte sie noch viele Menschen in dem Theaterstück. Nach dem Theaterstück gingen Kodie und ich mit ihnen in das Theater, für ein “Afterparty” (als Christina sagte). Ich bin so sehr scheu, dass ich fühlte mich sehr unbequem und nervös. Kodie war noch OK, aber er hat nichts gesagt, weil er kein Deutsch spricht. Marco und Christina stellten uns vor, als “Unsere Workawayers aus Amerika!” und jedermann war sehr nett und freundlich und fragte unsere Namen.

Vielleicht war der Höhepunkt dieser letzten fünf Tage ein sehr gütiger Moment mit Christina. Obwohl wir uns nur gestern kennengelernt hatten, machte sie sich Sorgen um uns. Sie wusste, dass wir in einem Hotel für Weihnachten und Heiligabend bleiben würden, und sie sagte…”Das ist so traurig! Marco und ich werden nach das Haus meiner Eltern für Weihnachten gehen. Vielleicht können du und Kodie mit uns mitkommen?” Ich habe fast geweint. Mein heimwehkrankes Herz erwartete schon ein trauriges Weihnachten ohne meine Familie, und es war als ob sie wusste. Am Ende haben wir uns entschieden, nicht zu gehen. Es war eine schwierige Entscheidung, aber wir dachten, dass ihre Familie (die kein Englisch spricht) sich unwohl fühlen könnte.

 

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Bis bald,

Meghan